Unsere Praktikantin Pauline erzählt über ihre Erfahrungen in unserem Betrieb

Hallo liebe Oskar-Community.
Ich heiße Pauline, bin 16 Jahre alt, gehe in die 10. Klasse und habe vom 19. – 23.07.21 mein BOGY-Praktikum (Berufsorientierung Gymnasium) in der Produktion/Verwaltung der Metzgerei Oskar Zeeb GmbH, Reutlingen absolviert.
Vorab kurz, warum ich mich für genau diesen Praktikumsplatz entschieden habe. Mich interessiert, welche Prozesse in einer Metzgerei ablaufen, sodass unterschiedliche Wurstwaren entstehen. Zudem kann ich mir vorstellen, später in der Lebensmittelbranche zu arbeiten und mich mit Dingen wie Produktentwicklung/Marketing auseinanderzusetzen.

Im Folgenden berichte ich euch über meine Gedanken, Erfahrungen und Tätigkeiten während dieser Woche.
Ich bin von Anfang an sehr freundlich von allen aufgenommen worden und habe mich gleich mega wohl gefühlt. Auch bei Fragen konnte ich mich immer sofort an jemanden wenden. Gleich zu Beginn wurde ich mit Hygienevorschriften bekannt gemacht (Arbeitskleidung, Haarnetz, Maske, Handschuhe, richtige Händehygiene, Umgang mit Lebensmitteln, kein Schmuck, kein Nagellack usw.).

Während meines Praktikums arbeitete ich in der Produktion und in der Verwaltung, wobei mir der praktische Teil in der Produktion besser gefallen hat, denn hier wurde ich  aktiv in den verschiedenen Abteilungen miteinbezogen und konnte viel Neues lernen. Da war ich zum Beispiel in der Verpackung, in der ich schon gleich an meine Grenzen kam, indem ich in einer für mich ungewohnten Geschwindigkeit immer 3 Maultaschen in eine Form einlegen musste. Der Nachschub ließ nicht nach, meine Füße wurden schwer, es war trotz Thermojacke kalt und ich dachte, wie lange ich das noch durchstehe. Anschließend habe ich noch Grillwurstpakete zusammengestellt, Salamiknirpse abgezählt und für externe Kunden bereits geschnittene Wurst wie Schinken, Lyoner oder Bierwurst in die Verpackungsform einsortiert. Das war alles neu und anstrengend.

An mehreren Tagen habe ich bei der Abfüllung von Fleischsalat mitgeholfen, d.h. die Becher verschlossen und das MHD etikettiert. Von der Menge an Fleischsalat wurde mir fast schwindelig.

Bei der Anlieferung von 19 geschlachteten Rindern in der Zerlegung war ich auch live dabei. Ich konnte zusehen, wie nach dem Abladen sofort Fleischteile voneinander getrennt wurden.

Zudem habe ich beim Einlegen und Aufhängen von Landjägern geholfen. Zuerst musste man sie frisch gekuttert und abgefüllt  – immer 18 Paar – in Schalen legen, die daraufhin gestapelt und mit Gewicht beschwert über Nacht in die richtige Form gebracht wurden. Am darauffolgenden Tag musste ich die Landjäger dann mit gleichmäßigem Abstand zueinander auf Rauchstecken in den Rauchwagen hängen. Sie wurden danach in die Rauchanlage geschoben, um den gewohnten Rauchgeschmack zu erhalten.

So ähnlich war das auch bei der Schwarzwurst. Hier habe ich nach dem Abfüllen immer 13 Ringe auf Rauchstecken geschoben und diese in den Rauchwagen gehängt. Das hat sich angefühlt wie im Fitness-Studio beim Trainieren. Im Vergleich zu den Landjägern war das echt heavy…

Außerdem habe ich einen Einblick in die Maultaschen- und Fleischküchle-Produktion bekommen. So habe ich in dieser Woche viel erlebt und erfahren, was man vorher nicht kannte.

Im Bereich der Verwaltung habe ich einige „Basics“ kennengelernt, wie zum Beispiel das Bearbeiten von Rechnungen/Lieferscheinen, das Kontrollieren von EC – Belegen oder das Erstellen und Ausdrucken diverser Plakate für die Läden. Was mich sehr stolz gemacht hat war, dass mir zum Teil sehr verantwortungsvolle Aufgaben übertragen wurden. Ein gutes Beispiel war die Erfassung von Bestellungen aus den Filialen in das Computer-System oder die Eingabe von analysierten Nährwerten unterschiedlicher Produkte.

Mir hat es auch sehr viel Spaß gemacht, für die Instagram – Accounts @kult_fleischbyoskar und @metzgereioskarzeeb Videos und Pictures zu machen. Ich durfte mich mit Ideen einbringen, wie man Produkte am besten in Szene setzt oder platziert.

Außerdem war ich Teil der wöchentlichen Verkostung von Produkten, in der entschieden wird, was man optimieren kann oder welche Neuheiten in den Verkauf kommen.

Abschließend kann ich sagen, dass ich in dieser Woche sehr viele verschiedene und positive Eindrücke und Erfahrungen sammeln durfte, wie es im echten Berufsleben und in einem Unternehmen zugeht. Die täglichen 7-8 Stunden Arbeit waren zwar sehr hart für mich, aber trotzdem hatte ich währenddessen sehr viel Spaß und habe die Zeit genossen.

Ich hoffe, euch hat mein Praktikums-Report gefallen.
Viele Grüße
Pauline 

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